Playa Rica und die Bewahrung des Territorio
Shownotes
Kann nachhaltiger Tourismus eine Strategie gegen Landraub und damit für Friedensbildung und Umweltschutz sein? Über diese Frage sprechen wir mit der Ökologin Alejandra Cely Gomez und der Aktivistin Laura Peña aus Kolumbien. Die Gemeinde Playa Rica aus Bäuer:innen und Fischer:innen, die sich an den Ufern des Flusses Putumayo im Süden Kolumbiens befindet, hat einen kreativen und zugleich wirtschaftlichen Ansatz zum Schutz ihres eigenen Landes gefunden. Die Gemeinschaft hat sich zum Verbund ASOPAAP (Asociación de pescadores artesanales y productores agropecuarios de la vereda Playa Rica) zusammengeschlossen, um kommunalen und nachhaltigen Tourismus in ihrer Region zu etablieren und so ihr territorio zu schützen. Unter territorio verstehen sie nicht die Grenzen der Landkarte, sondern das Leben in seiner Gesamtheit und die Verbundenheit zwischen der Gemeinschaft und dem Land, das sie bewohnen und sie ernährt. Laura und Alejandra nehmen uns mit ins territorio, erzählen uns, was sie unter kommunalem Tourismus verstehen, mit welchen Herausforderungen und Bedrohungen sie konfrontiert sind und wie sie als Gemeinschaft damit umgehen. In Kolumbien herrscht seit Jahrzehnten ein bewaffneter Konflikt, in den der Staat, die Guerilla, Paramilitärs und kriminelle Banden involviert sind. Der Konflikt wurzelt in Politik und Ideologie, wird heute aber vor allem aus ökonomischen und machtorientierten Gründen weitergeführt. Die ländlichen Regionen leiden sehr stark unter diesem Konflikt, der unter anderem durch Drogenanbau und illegalen Bergbau mit all seinen sozialen und ökologischen Folgen finanziert wird. Vielen Menschen wurde die Lebensgrundlage entzogen und sie mussten die Region verlassen. Bis zum heutigen Tag kommt es regelmäßig zu Landvertreibung, Drohungen, Verschwindenlassen, Mord und Massakern. Die Region Putumayo ist von den genannten Auswirkungen besonders stark betroffen. Mehr über die Arbeit von PBI Kolumbien unter: https://pbideutschland.de/de/informieren/wo-wir-arbeiten/pbi-kolumbien-im-einsatz-fuer-die-menschenrechte
Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Transkript anzeigen
00:00:07: Peace Brigades International präsentiert Making Space for Dialogue.
00:00:12: MenschenrechtsverteidigerInnen
00:00:13: berichten
00:00:16: Willkommen zu unserem Podcast Making Space For Dialogue, in dem wir mit Menschenreichtsverteiderinnen über ihre Arbeit und ihre Situation sprechen!
00:00:25: Wir möchten die Erfahrungen des Leben- und die Kämpfe von Menschen und auch sogenannten Liederes Soziales im globalen Süden sichtbar machen.
00:00:35: Mein Name ist Linda und ich bin hier heute mit Alejandra und Laura, und werde mit Ihnen über die Bedeutung des eigenen Landes des Territorios Die Verbindung zur Natur und Über Selbstbestimmung sprechen.
00:00:48: Alejandra unterstützt PBI von Kolumbien aus – und dank Alejandra können wir heute mit Laura sprechen!
00:00:56: Deine Gemeinschaft, Laura heißt Playarica und liegt im Süden Kolumbiens in der Gemeinde Puerto Assis.
00:01:03: Es handelt sich um eine Gemeinsschaft von FischerInnen und BäuerInn die an den Ufern des Flusses Puttumaio leben und hauptsächlich vom Fischfang unter Landwirtschaft leben.
00:01:12: Jetzt investiert ihr eure Energie auch in gemeindebasierten Tourismus und in Nachhaltigkeit – und das ist gleichzeitig eine Strategie für euch euer Territorium zu verteidigen!
00:01:23: Laura, erzähl uns doch bitte ein bisschen mehr über euren Verbund.
00:01:36: Unser Verein heißt ASOPA, das ist der Verbund der Fischerinnen und LandwirtInnen des Dorfes Blyarika.
00:01:43: Wir nehmen auch an Bäuerinnenmärkten teil und nun setzen wir eben auch auf nachhaltigen Tourismus als kleiner wirtschaftlicher Beitrag für das Gebiet – und als Strategie das Territorium weiterhin zu bewohnen, zu pflegen.
00:01:59: Laura, wie sieht
00:02:15: das Territorium?
00:02:17: Das Gebiet, das ihr bewohnt aus.
00:02:19: Und was gefällt dir daran am besten?
00:02:41: Wir haben den Putumayo, ein sehr großer Fluss der uns den Grund zum Leben liefert.
00:02:46: Es ist unsere Lebensquelle und wir ernähren uns durch ihn, fahren Kanu auf ihm Baden dort.
00:02:53: Der Flussbutto Maio ist also sehr wichtig für unsere Gemeinschaft – und da er in der Amazonasebene befindet, ist das Zusammenleben mit der Natur, dem Fluss und dem Dschungel ein großes Thema.
00:03:05: Und mir liegt vieles hier am Herzen!
00:03:07: Die Menschen am Fluss… Den Dschungel, alles was ihr über das Fischen wissen und vor allem die Artenvielfalt.
00:03:14: Die hier in der Kultur und in der Natur zu finden ist.
00:03:17: Es ist wirklich wundervoll!
00:03:39: Der Fluss, das Wasser und der Dschungel sind also sehr zentrale Elemente in eurem Leben.
00:03:45: Was für eine Bedeutung haben sie?
00:03:48: Und das Land, also den Territorium noch über die Nahrung hinaus für euch?
00:04:03: Unsere Wurzeln liegen hier.
00:04:06: Wir
00:04:06: leben hier seit mehr als drei Generationen und wir haben eine starke Verbindung zum Land und der Natur darin.
00:04:13: Wir sind eine Gemeinschaft, die ohne das Land – also unser Territorium – keine Gemeinsschaft
00:04:19: wäre.".
00:04:20: Wir leben von ihm und es ist unser Lebensort, und in vielen Fällen der Geburtsort.
00:04:24: Und somit liegen hier unsere Wurzeln.
00:04:27: Es
00:04:27: ist dort all das Wissen und Lernen, dass wir von Generation zu Generation erhalten
00:04:32: haben.".
00:04:34: und es ressalto mucho,
00:04:51: dass wenn wir von dem spanischen Wort territorio sprechen das Leben in seiner Gesamtheit gemeint ist.
00:04:58: Es handelt sich nicht nur um ein auf einer Karte abgegrenztes Gebiet sondern es wird damit auch auf die Verbindung zwischen den lokalen Gemeinschaften Lebensgrundlagen, wie Laura schon gesagt hat.
00:05:15: Es
00:05:15: steht eine Vision dahinter!
00:05:17: Ich denke wenn wir von territorialen Rechten sprechen geht es um mehr als um Grenzen auf einer Landkarte sondern vielmehr um den Einsatz für die Anerkennung eines Gefühls von Zugehörigkeit und dem Kampf um die Erhaltung dieser einzigartigen und untrennbaren Beziehungen zwischen Gemeinschaft den sie bewohnt.
00:05:47: Laura,
00:05:49: Kolumbien ist ein sehr dynamisches Land mit vielen Herausforderungen – Mit welchen Herausforderung und Schwierigkeiten war er in Plyarica konfrontiert?
00:06:08: Nun, die Herausforderungen sind vielfältig und jeden Tag werden es mehr.
00:06:13: Gerade erst ist das Thema Natur- und Umweltschutz sehr wichtig – wir sehen, dass einige Prozesse diesen Schutz stark beeinflussen.
00:06:21: Das sind also die Herausforderung, die in der Zukunft auf uns zukommen und wenn wir uns ihnen nicht stellen können sie uns als Küstengemeinschaft sogar vernichten.
00:06:32: Hier in Putumayo sind wir auch von den Bedrohungen, des illegalen Drogenanbau und des bewaffneten Konflikts ausgehen betroffen.
00:06:42: Das sind sehr große Herausforderungen, aber die Menschen sind auch sehr stark.
00:06:47: Sie sind sehr stark hartnäckig und sie bleiben auf ihrem Land – sie wollen es nicht aufgeben!
00:06:53: Und die Menschen haben seit dem bewaffneten Konflikt so viele Herausforderungen gemeistert und Schwierigkeiten überstanden.
00:07:05: kommunalen Tourismus als Strategie einsetzen, um das Gebiet zu erhalten und das Land und unserem Umgang damit sichtbarzumachen.
00:07:14: Wir wollen dort leben, dieses Gebiet bewahren und weiter
00:07:17: pflegen.".
00:07:23: Was genau ist denn kommunaler Tourismus?
00:07:26: Und warum habt ihr euch dafür
00:07:28: entschieden?".
00:07:33: Wir
00:07:43: haben den Tourismus als eine Strategie, die uns dabei unterstützt.
00:07:59: Anfangs wussten wir nichts über Tourismus, sondern nur über das Fischen und die Landwirtschaft.
00:08:05: Und wir mussten viele neue Dinge lernen!
00:08:08: Die nächste Frage war wie wir Tourismus gemeinschaftlich umsetzen können?
00:08:13: Kommunaler Tourismus war auch ein neuer Begriff für uns, aber wir haben viel dazu gelernt.
00:08:18: Gemeindebasierter Tourismus meint, dass die Aktion und touristische Aktivitäten von der Gemeinde durchgeführt werden – und die Menschen in der Gemeinschaft, diejenigen sind, die die Touristen empfangen, beherbergen, Führungen anbieten.
00:08:33: Sie stehen in direkten Kontakt mit den TouristInnen was dazu führt das es einen starken kulturellen Austausch gibt.
00:08:40: Das wichtigste ist Das ist der Gemeinschaft zugutekommt.
00:09:12: Der Tourismus ist auch eine Möglichkeit, das Gebiet umzugestalten.
00:09:16: Aus der Gemeinschaft heraus neu zu konstruieren.
00:09:19: Der ländliche Teil von Budumayo ist einer der am stärksten vom bewaffneten Konflikt, von Drogenanbau und den kriegerischen Handlungen betroffenen Regionen.
00:09:29: Daher sind diese Projekte des ländlichen Tourismus äußerst wichtig für die Umgestaltung des Gebiets und für die Entwicklung neuer Lebensmodelle, damit die Menschen in der Region nicht verlassen wie es in Kolumbien häufig der Fall ist.
00:09:43: Oft gibt es zu wenige andere Möglichkeiten.
00:09:46: Somit ist die Um gestaltung wie die Aussaat eines Samenkorns das wir in unsere Kinder pflanzen.
00:09:52: Wir arbeiten die ganze Zeit zusammen – der Verein und auch die Schule beispielsweise viele Workshops und die Kinder nehmen an den Aktivitäten teil.
00:10:03: So können wir in dem Gebiet bleiben und unsere Lebensweise bewahren, wenn die Natur erhalten wird bedeutet das dass unsere Lebensweise mit der Umwelt zu vereinbaren ist und das sollte als sehr wertvolles Wissen und als erstrehmenswerte Lebensweise
00:10:18: anerkannt werden Wenn es evident ist, dass das Land sehr konserviert wird.
00:10:24: Das bedeutet, dass unsere Lebensmode mit der Natur und dem Klima zuständig sind.
00:10:34: Ja, du zeigst
00:10:35: schon von der Sembranz und den Jungen, die sie machen.
00:10:41: Könntest du vielleicht für die Leute, die uns aus Deutschland zuhören noch ein bisschen genauer beschreiben wie eure aktuellen Aktivitäten aussehen?
00:10:49: Dann können
00:10:50: Sie sich
00:10:50: das noch ein wenig besser vorstellen!
00:10:53: Können Sie uns ein bisschen über die aktuellen Aktivitäten erzählen?
00:11:02: Wir haben wirklich wie viele Linien von Aktionen aus der Organisation.
00:11:09: Wir arbeiten in dem Thema des Fischkartners, wir haben angefangen mit besseren Praktiken für Fische.
00:11:20: Wir haben zum Beispiel begonnen, nachhaltige
00:11:22: Methoden des
00:11:23: Fischens zu
00:11:24: entwickeln
00:11:25: und wir sind sehr stark im Manio
00:11:27: anbauen.
00:11:28: Dazu kommt nun der Bereich des Tourismus,
00:11:30: der
00:11:31: vor allem von den Frauen und den jungen Leuten in Blyarika geführt
00:11:35: wird.
00:11:36: Wir haben Projekte die uns
00:11:38: in der Gastronomie Verschönerung und in der Gartenarbeit mit Input im Hinblick auf den Tourismus ausbilden.
00:11:47: Für
00:11:48: die
00:11:48: Gemeinschaft ist
00:11:53: es ein Servicet, eine Heilpflanzung und Lebensmittel zu haben.
00:12:03: Das wissen wir an bewahrt werden soll.
00:12:11: Und
00:12:13: Laura, du mencionaste, dass bei den Konflikten viele Leute aus dem Campo von den Territorien gehen.
00:12:22: Du hast auch erwähnt, dass wegen des bewaffneten Konfliks viele Menschen das Land verlassen haben?
00:12:29: Aber du hast auch erzählt, dass in eurer Gemeinde viele junge Menschen und Kinder in die Projekte einbezogen werden.
00:12:36: Ist es also auch eine Erfolge eurer Arbeit?
00:12:40: Dass bei euch die Menschen bleiben konnten und eben nicht gezwungen waren das Gebiet zu verlassen?
00:12:52: Ja,
00:13:05: das ist richtig.
00:13:07: Wir arbeiten mit Mingas!
00:13:09: Ich weiß nicht ob du das Konzept kennst.
00:13:11: In einer Minga arbeiten alle als Gruppe für ein gemeinsames Ziel.
00:13:15: Was sich bei uns bewährt hat und uns auszeichnet, ist dass wirklich alle mitmachen.
00:13:20: Vom kleinsten Kind bis zu den älteren Menschen.
00:13:24: Jeder ist wichtig und kann etwas zur Gemeinschaft beitragen.
00:13:28: Ich denke, dass es im sozialen Bereich sehr wichtig ist, niemanden auszuschließen – absolut
00:13:34: niemanden!
00:13:35: Jeder ist wichtig.
00:13:37: Jede hat Talente und kann etwas zur Organisation beitragen.
00:13:40: Während der Mingas tauschen wir Wissen aus, es gibt Gespräche und es wird gearbeitet.
00:13:46: Das ist alles wichtig für den sozialen Aufbau denn wir versuchen innerhalb des Vereins immer uns in andere hinein zu versetzen.
00:13:55: Uns sind die Lage unsere NachbarInnen hineinzuversetzen.
00:13:59: Welche Probleme haben Sie?
00:14:00: Was können wir tun, kann die Gemeinde helfen?
00:14:04: Können wir anderweitig nach Hilfe suchen?
00:14:07: Das ist wichtig um die anderen kennenzulernen.
00:14:10: Um zu wissen was ihnen widerfährt und wie wir uns gegenseitig helfen
00:14:15: können.
00:14:16: Ich denke, das ist der Erfolg dieses sozialen Wandels und dass sowohl dieser in einer Gegend die so stark vom Konflikt betroffen ist schwer herbeizuführen.
00:14:27: Wir haben viel Angst!
00:14:28: Denn Kolumbien ist ein beängstigendes Land.
00:14:31: aber wir haben auch die Überzeugung, dass wir bleiben wollen und wir lieben unser Land.
00:14:37: Das motiviert uns.
00:14:38: Lassen wir also die Angst beiseite und schließen uns zusammen.
00:14:52: Du hast schon betont, wie wichtig die Gemeinschaft ist.
00:15:05: Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es eine Herausforderung ist gemeinsam alle Entscheidungen zu treffen.
00:15:11: Wenn viele Menschen zusammenkommen gibt's ja immer unterschiedliche Meinungen.
00:15:15: Wie mach ihr das?
00:15:17: Arbeitet ihr im Konsens oder nach Mehrheitsprinzip?
00:15:39: Oh,
00:15:39: die Frage der Entscheidungen.
00:15:41: Ja wir fördern den Konsens!
00:15:44: Aber Konsens zu erreichen bedeutet, zu streiten.
00:15:47: Man kann nicht von jetzt auf gleich Konsens erreichen.
00:15:51: Zunächst gibt es jede Menge Diskussionen.
00:15:54: Es können fünf Sitzungen geben und keine Entscheidung.
00:15:57: Nichts.
00:15:58: Momentan probieren wir eine neue Art der Entscheidungsfindung aus Wenn wir ein Problem oder eine Aufgabe zu lösen haben.
00:16:05: Wir suchen zunächst drei Lösungsmöglichkeiten Und dann finden wir raus welche der drei Lösungen den größten Konsens hat.
00:16:13: Das beschleunigt den Prozess etwas.
00:16:16: Es mag Menschen geben, die nicht immer glücklich sind und es bleibt natürlich kompliziert aber solange die Entscheidung in der Gemeinschaft gut argumentiert und erklärt wird und die Leute verstehen warum die Entscheidung für diesen Weg gefallen ist kann konsens erreicht werden.
00:16:33: das wichtigste ist sowieso den menschen zuzuhören.
00:16:36: Das ist der Schlüssel.
00:16:38: Auch wenn wir viele Stunden brauchen, um alle zu mitmachen und zu bewegen, müssten wir es tun!
00:16:42: Denn wenn man sich nicht gehört fühlt, fühlt man sich ausgeschlossen.
00:16:47: Also ja... Man muss viel reden, man muss viel zuhören und immer eine versöhnliche Haltung einnehmen.
00:16:54: Deshalb ist Leitung in diesen organisatorischen Prozessen sehr wichtig.
00:16:58: Wir haben mit Blyarika im Laufe der Zeit Vereinbarungen getroffen – also festgeschriebene Regeln.
00:17:05: Wenn wir schwierige Entscheidungen treffen, halten wir uns an diese Regeln.
00:17:09: Es gibt auch Fehler aber daraus lernt man eine Menge.
00:17:12: Wir alle lernen wenn wir uns irgendeine...
00:17:15: Aber das ist das Wichtigste, weil die Leute viel gelernt haben.
00:17:37: Wir lernen alles, wenn wir alle falsch sind.
00:17:45: Ein letzter Kommentar, denn wirklich diese Aktien, die wir machen, sind sehr gefordert bei der Verwaltung des Landtags.
00:17:55: In Colombia hat es wirklich geschehen.
00:17:58: eine letzte Bemerkung, denn diese Aktionen die wir durchführen dienen der Verteidigung des Territorium.
00:18:05: In Kolumbien ist es wirklich sehr schwierig geworden.
00:18:08: wenn man sich für den Umweltschutz einsetzen möchte wird man angegriffen.
00:18:13: all diese aktion zeigen also nicht nur unsere lebensweise sondern wir verteidigen damit auch unser territorium.
00:18:20: Leider ist es in Kolumbien oft nötig, das Land zu verteidigen.
00:18:24: Deshalb haben wir uns auch anderen Prozessen und Organisationen angeschlossen.
00:18:28: Wir sind Teil des Netzwerks Dica Colombia, in dem sich viele Gemeinschaften um ihr Land gemeinsam zu verteiden zusammengeschlossen haben.
00:18:38: Wir haben felsige Strände am Fluss und viele Menschen wollen die Steine abbauen und den Fluss ausbeuten.
00:18:44: Aber wo sind diese Steine?
00:18:46: Dort, wo wir angeln!
00:18:49: Das ist also eine andauernde Bedrohung für uns.
00:18:52: Aber das ist Kolumbien, wir müssen uns ständig verteidigen!
00:18:56: Alles was wir tun, tun wir auch weil wir das Gebiet unser Territorio lieben und es verteidigend wollen um dort weiterhin leben zu können.
00:19:05: Wir
00:19:06: wollen uns nicht verändern.
00:19:07: Manchmal gibt es Kooperationsprojekte aber es geht dann um Dinge die wir nicht kennen Und die unsere Leben und unsere Kultur verändern Was mit dem Ort nicht vereinbar ist.
00:19:19: Aber wer hat gesagt, dass wir uns ändern wollen?
00:19:22: Das ist der Grund warum Gemeinschaften seit mehr als hundert Jahren in einem Gebiet leben.
00:19:26: Sie gehen mit der Natur nachhaltig um.
00:19:29: Wenn an Maßnahmen wie eine Monokultur ins Spiel kommen, ist das schon sehr krass!
00:19:34: Wir sollten die Tatsache nicht ignorieren, dass Gocca in unserem Gebiet immer noch eine Monakultur ist bei deren Anbau Chemikalien eingesetzt werden.
00:19:45: Die beeinträchtigen zum Beispiel hier im Amazonas Gebiet die Bienen und vieles mehr.
00:19:51: Ja, manchmal sind es die unterschiedlichsten Aktionen, die dann zur Verteidigung des Landes werden.
00:19:57: Und das Krasseste ist dass wir das Gefühl haben, dass wir unser Territorium verteidigen.
00:20:01: wenn wir unsere eigenen Entscheidungen treffen Wenn wir selbst organisiert sind, dann verteidigern wir das Land und daran haben wir gearbeitet damit wir unsere eigene Regierung und unsere eigenen Entscheidung durchsetzen können dies basierend auf unserer Erfahrung und unserem Wissen über das Territorium.
00:20:33: Ja, also mich beeindruckt gerade vor allen Dingen auch die Ganzheitlichkeit mit dem du das alles siehst.
00:20:38: Du siehst auf der einen Seite die Natur und das Land aber eben auch die Menschen auf diesem Land und die Verbindung zwischen ihnen.
00:21:05: Vielen
00:21:06: Dank.
00:21:06: Es freut mich sehr, dass wir ein Beispiel sein können und ich hoffe, wir können auch anderen Gemeinschaften helfen!
00:21:13: Wir laden immer dazu ein sich zu vernetzen und einen Netz zu knüpfen, das trotz der Entfernung auf virtuellem Weg ein Instrument sein kann – das es uns ermöglicht noch mehr zu verändern.
00:21:26: Wir machen uns sichtbar und das Wichtigste für unser Territorium ist, dass uns möglichst viele kennen.
00:21:34: Und es bekannt wird, dass es Gemeinschaften gibt die sich für die Verteidigung der Liebe und den Schutz der Gebiete, der Vielfalt und all dessen was im Amazonasgebiet und in Putumayo schön ist einsetzen.
00:21:47: Und dass die Kultur nie sterben, dass immer viel Kultur gibt.
00:21:51: Wir können uns an andere Kommunen helfen.
00:22:00: Unsere Inbietung ist immer das, was wir reden, wenn wir diese Reise übernehmen müssen.
00:22:06: Auch dank der Distanz und der Virtualität gibt es ein Instrument, das auch die Reise für uns macht.
00:22:18: Und diesen Spazien sind wirklich sehr schönes.
00:22:23: Vielen Dank, Linda und Alejandra!
00:22:29: Denn diese Späte und diese Podcasts verharren wir uns.
00:22:40: Das ist wichtig für unsere Gebiete.
00:22:50: Weitere Infos findest du unter pbi-deutschland.de.
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