Der Kampf für die Rechte der Frauen in Mexiko

Shownotes

Mexiko ist ein Land, wo die Gewalt gegen Frauen immer präsent ist und durch die Pandemie sich verschärft hat. Patriarchale, rassistische und koloniale Strukturen sind noch tief im Land in mehreren Ebenen verwurzelt. Die Anwältin Selma Maxínez arbeitet in einer Organisation namens World Justice Project und hat zusammen mit acht weiteren Anwältinnen aus Mexiko die feministische Organisation Circulo Feminista de Analisis Juridico (CFAJ) gegründet. CFAJ setzt sich mit verschiedenen Aktivitäten für die Förderung und Demokratisierung der Frauenrechte in Mexiko ein. Wir sprechen mit ihr über die Probleme und das historische Erbe der Gewalt gegen Frauen und erfahren ganz viel über feministischen und intersektionalen Widerstand und den Kampf der Frauen gegen Gewalt und für Selbstbestimmung. Mehr über die Arbeit von PBI in Mexico: https://pbideutschland.de/de/informieren/wo-wir-arbeiten/pbi-mexiko-im-einsatz-fuer-die-menschenrechte

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.

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00:00:07: Peace Brigades International präsentiert, Making Space vor Dialog.

00:00:12: Menschenrechtsverteidigerinnen

00:00:13: berichten.

00:00:18: Guten Morgen!

00:00:19: Heute möchte ich euch Selma Maxines aus Mexiko vorstellen und als erste Frage möchte ich Sie bitten sich kurz vorzustellen um uns zu sagen welche Rolle und Funktion sie bei der Verteidigung und Förderung der Frauen

00:00:44: hat.

00:00:59: Ich

00:00:59: bin Selma Maxines und ich bin Anwältin, die sich für die Rechte der Frauen einsetzt.

00:01:04: Ich arbeite in einer Organisation namens World Justice Project und wir haben zusammen mit acht anderen Anwaltskolleginnen in Mexiko eine feministische Organisation gegründet, die sich für die Förderung und Demokratisierung der Rechte der Frauen einsetzt.

00:01:22: Und meine Rolle in der Verteidigung?

00:01:25: Nun ja, meine Rolle bestand lange Zeit in der Rechtsberatung von Frauen im Gewaltsituation sowie in der Verteidigung einiger strategischer Rechtsstreitigkeiten die für die Justiz in Mexiko vom Bedeutung waren.

00:01:40: Auch vom feministischen Kreis aus, in dem wir unsere Aktivitäten als feministische Anwältinnen durchführen, führen wir verschiedene Studienzirkel durch, indem wir das Recht aus der geschlechter Perspektive analysieren.

00:01:55: Und wir führen auch verschiedene Kampagnen und Kurse zur rechtlichen Selbstverteidigung durch – damit die Frauen die grundlegenden Instrumente und ihre grundlegende Rechte kennen, damit sie sich in einer Situation verteidigen können, in der Sie mit dem Gesetz im Konflikt geraten oder sich in eine ungerechten Situation befinden.

00:02:21: Zum Beispiel in Fällen von freier Meinungsäußerung – wie bei Demonstration.

00:02:26: geben wir den Frauen auch die grundlegenden Instrumente an die Hand?

00:02:31: damit sie wissen, was ihr Angesichts der Unterdrückung durch die Behörden in Mexiko zu tun haben.

00:02:36: Und das ist im Grunde unserer Arbeit!

00:02:46: Und wie willst du diesen Freitag, den fünfundzwanzigsten November dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen begehen?

00:03:04: Aus dem feministischen Kreis der juristische Analyse haben wir es ein wenig verschoben, aber wir werden am fünften Dezember also eine Woche später einen Gespräch über die Perspektiven der Resilienz verschiedener feministischer Frauen in Mexiko führen.

00:03:19: Zum Beispiel haben wir eine Person, die am obersten Gerichtshof der Nation arbeitet die uns Ihre Perspektive der Resilienz aus der Sicht der Richterinnen schildern wird.

00:03:30: Wir haben eine Transaktivistin, die uns ebenfalls ihre Perspektives schildert und wir werden sie auch mit den Aussagen verschiedener Künstlerinnen kombinieren um Allianzen aus dem Recht unter Kunst zu bilden.

00:03:44: Wir freuen uns also sehr auf dieses Ereignis Und nächsten Freitag werden wir einen Artikel veröffentlichen, den ich für eine Zeitschrift namens We Descent geschrieben habe.

00:03:55: Die Artikel über verschiedene Urteile in der ganzen Welt schreibt.

00:04:00: Mein Artikel handelt von einer bewährten Praxis des obersten Gerichtshofs in Mexiko dem Urteil zur Abtreibung, das im Jahr zwanzig gefällt wurde.

00:04:11: Und ich freue mich sehr dieses Ereignis mit einer Veröffentlichung zu würdigen, die mir sehr wichtig

00:04:17: ist.".

00:04:31: Wie kann sich aus deiner Sicht Gewalt gegen Frauen manifestieren und welche Akteure üben diese Gewalt aus?

00:04:45: Nun, geschlechtsspezifische Gewalt kann sich in allen Räumen manifestieren.

00:04:50: Klassischerweise ist bekannt, dass geschlechtsspezifische Gewalt im privaten Raum – also zu Hause stattfindet – wo sich ein großer Teil der Gewalt manifestiert.

00:05:02: Aber das ist nicht der einzige Raum!

00:05:04: Sie manifestiert sich auch am Arbeitsplatz.

00:05:07: Im öffentlichen Raum, im Gesundheitswesen….

00:05:11: Das heißt, das Thema geschlechtspezifische Mit anderen Worten, das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt ist ein strukturelles Problem.

00:05:22: Das in allen Bereichen auftritt und als solches müssen wir es auch an alle Bereiche angehen.

00:05:28: Es ist auch wichtig dass wir in der Öffentlichkeit anerkennen, dass angesichts der Militarisierung die wir erleben diese Art von Gewalt zunimmt und was dieser Situation für die Frauen bedeutet Und auch am Arbeitsplatz, dass wir in Mexiko kürzlich verschiedene Reformen des Arbeitsrechts durchgeführt haben.

00:05:49: Die die Aufnahme von Protokollen für die Behandlung von geschlechtsspezifischer Gewalt vorschreiben.

00:06:17: Und wie hängt die Gewalt gegen Frauen mit bestehenden Machtstrukturen zusammen?

00:06:23: Wie wird sie sichtbar gemacht?

00:06:39: Das Patriarchat durchdringt alle Räume und ist eine strukturelle Situation, die diese Ungleichheit.

00:06:50: Daher ist es wichtig, sie sichtbar zu machen.

00:06:54: Sie zu erkennen und zu wissen welcher Stereotypen uns Frauen betreffen damit wir beginnen können sie zu dekonstruieren und diese Machtstrukturen zu verändern die dieser asymetrischen Beziehung in allen Räumen hervorbringen.

00:07:15: Und historisch gesehen?

00:07:17: Gibt es Deiner Meinung nach postkoloniale, meokoloniale oder dekolonialer Aspekte der Gewalt die Frauen heute erleben?

00:07:26: Es ist

00:07:28: ein Punkt sehr wichtig.

00:07:32: Hier sind wir auch in einer Situation, bei der diese Projekte auch Extraktivisten...

00:07:50: Ja, das ist ein sehr wichtiger Punkt weil wir uns derzeit in einer Situation befinden, in der diese extractivistischen Projekte die heute stattfinden und sich aufgrund des aktuellen Kontextes möglicherweise noch verschlimmern werden.

00:08:06: Diese wirtschaftlichen Projekten, die auch die Ungleichheit viel größer machen und dass es heute auch wichtig ist, verschiedene Aspekte der Intersektionalität zu berücksichtigen um all die Gewalt zu analysieren, die uns begegnet.

00:08:21: Es ist sehr wichtig, dass diese zeitgenössischen Perspektiven auch den gesamten postkolonialen und neokolonialen Prozess analysieren – zum Beispiel den Rassismus wie er sich in allen Bereichen manifestiert, All diese überkommenen Strukturen der Ungleichheit und des Rassismus.

00:08:43: Und die Tatsache, dass heute wenn man den ersten Gedanken aufgreift all diese Bergbauprojekte die Situation der Diskriminierung und Ungleichkeit gegenüber Frauen verschärfen werden so das es wichtig ist sie aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren nicht nur aus der Geschlechterperspektive, sondern auch aus der Perspektive anderer Faktoren der Ungleichheit die uns begegnen.

00:09:08: Es ist sehr wichtig dies zu berücksichtigen weil wir sonst Menschen ausschließen, die sich möglicherweise in einer Situation der Diskriminierung und Ungleichkeit befinden – auch wenn sie noch in dieser Situation

00:09:32: sind.".

00:09:33: Da

00:09:33: wir gerade von Intersektionalität sprechen und davon, dass alle Themen mit den Themen Umwelt- und Klimawandel zusammenhängen.

00:09:40: Was denkst du über die Gefährdung von Frauen?

00:09:43: Insbesondere in Lateinamerika!

00:09:46: Wie

00:09:46: siehst Du die globale

00:09:47: Situation?!

00:09:48: Im Süd-Global, wie im USA Central oder Südamerika?

00:09:57: Wie sieht die Situation global aus?

00:10:06: In Lateinamerika haben wir auf gesetzlicher Ebene eine sehr weit entwickelte Regelung zur Frage der geschlechtsspezifischen Gewalt.

00:10:14: Wir haben viele obligatorische Urteile, die vom Interamerikanischen Gerichtshof diktiert wurden und auch die Gerichte – wie das mexikanischer Gericht – haben große Fortschritte in der Frage der Urteilsfindung unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten gemacht.

00:10:32: Dennoch gibt es derzeit immer noch viel Gewalt gegen Frauen.

00:10:37: In der Tat hat sich diese Situation während der Pandemie verschärft.

00:10:41: Die Zahlen lagen bei mehr oder weniger zehn ermordeten Frauen pro Tag und in Mexiko stieg die Zahl nach der Pandemie auf elf.

00:10:50: Wir befinden uns also in einer sehr beunruhigenden Situation.

00:10:55: Während der Pandemie, auf ihrem Höhepunkt im April-Zweitausendzwanzig gab es hundertdreienvierzig Anrufe pro Stunde bei der Notrufnummer.

00:11:05: Wir sind also mit einer brutalen Situation der Gewalt gegen Frauen konfrontiert Und für mich ist eine der besorgniserregendsten Situationen die Situation von Transfrauen, denn ihre durchschnittliche Lebenserwartung liegt zwischen dreißig und fünfunddreißig Jahren.

00:11:23: Das in Lateinamerika – das ist kein Problem des globalen Südens!

00:11:28: In Europa zum Beispiel haben viele Länder die Istanbul-Konvention nicht ratifiziert.

00:11:34: noch ist die Europäische Union der Konvention beigetreten Und auf jeden Fall ist diese Konvention nur auf Fälle von häuslicher Gewalt beschränkt.

00:11:44: Also denke ich, dass noch viel zu tun ist auch um die Gesetzgebung der Länder zu erweitern und zu erforschen.

00:11:52: Das Konzept der Gewalt gegen Frauen ist in allen Bereichen manifestiert weil man glaubt es ist nur eine Frage des globalen Südens oder eine Frage der häuslichen Gewalt ist.

00:12:04: Aber nein, geschlechtsspezifische Gewalt gibt es überall und ist es notwendig das in allen Bereichen und in allen Ländern umfassende Strategien entwickelt werden, um diese Situation anzugehen.

00:12:18: Und vor allem möchte ich auch erwähnen dass es in letzter Zeit eine Tendenz gibt Strafgesetze zu schaffen um zu bestrafen.

00:12:26: Ja, auf symbolische Weise ist es sehr wichtig Gewalt gegen Frauen als diese Art der Extremdiskriminierung von Frauen zu verurteilen.

00:12:36: Das ist sogar für Frauen kontraproduktiv – denn sie sind diejenigen, die die Betreuungsarbeit leisten.

00:12:43: und viele der Themen, denen ich nicht zustimme werden aus dieser Perspektive angegangen.

00:12:49: Vielmehr müssen in Lateinamerika wie im Rest der Welt Strategien zum Schutz und zur Verhinderung der Zunahme geschlechtsspezifischer Gewalt gefördert und entwickelt werden.

00:13:00: Das ist die Perspektive, die wir Frauen uns wünschen anstatt uns mit einer Situation zu befassen, die unter keinem Umständen mehr repariert werden kann – wenn diese diskriminierenden Straftaten bereits begangen werden!

00:13:15: Das ist es was ich über die regionale und globale Situation der geschlechtspezifischen Gewalt sagen

00:13:21: möchte.".

00:13:37: Und wie sieht es mit der rechtlichen Verfolgung von Frauenmorden in Mexiko

00:13:41: aus?

00:13:54: Das Problem ist, dass es in Mexiko zweiunddreißig Bundesstaaten gibt und jeder eine andere Definition von Frauenmord hat.

00:14:02: Das schafft viele Probleme bei der Untersuchung von Verbrechen und auch bei der Erstellung klarer Statistiken um zu wissen wie wo und gegen wen geschlechtsspezifische Gewalt ausgeübt wird Denn es gibt keine aufgeschüsselten Informationen zur Intersektionalität, sodass wir nicht wissen können gegen welche Gruppe von Frauen oder welche Räume für sie am gefährlichsten sind.

00:14:28: Denn diese Vielfalt an Regelungen und des Fehlens einer geschlechtsspezifischen Perspektive – und von Protokollen die von den Staatsanwaltschaften unter Justiz beachtet werden – führen dazu dass die Justiz weiterhin von Stereotypen durchdrungen ist und dass die Justiz weiterhin diskriminierend ist.

00:14:50: Daher ist es wichtig, die Institutionen weiterzustärken.

00:14:54: Die Stereotypen weiter zu dekonstruieren und ich würde auch empfehlen, die Gesetze zu vereinheitlichen, die die Frauenmorde regeln weil sie es nicht erlauben eine Analyse vorzunehmen und dann Regierungsarbeit zu schaffen ,die die Situation löst.

00:15:11: Und das ist mehr oder weniger das rechtliche Panorama der Frauenmorde in Mexiko

00:15:17: Das Panorama juridisch der Feministin in Mexiko.

00:15:24: Rechtlich und pädagogisch, richtig?

00:15:26: Und welche Maßnahmen könnten die Nicht-Regierungsorganisationen deiner Meinung nach ergreifen um das Thema anzugehen und Strukturen mit einer Geschlechterperspektive zu schaffen?

00:15:49: Nun, was wir NGOs tun können?

00:15:52: Es gibt heute viele Bemühungen zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt.

00:15:56: Die Empfehlung ist, dass sie aus der Perspektive der Unterstützung von Institutionen angegangen werden sollten um die Situation zu stärken, um Stereotypen zu dekonstruieren und Frauen Werkzeuge zu geben damit sich Strategien zur legalen Selbstverteidigung entwickeln können.

00:16:16: Wir

00:16:17: haben auf diese Bedürfnisse mit dieser Strategie reagiert, um den Frauenwerkzeuge an die Hand zu geben und auch in Mexiko herrscht seit einigen Jahren eine Atmosphäre, in der wir versucht haben gemeinsam mit allen feministischen Frauenkollektiven verschiedene Strategien zur Selbstverteidigung zu entwickeln.

00:16:37: Nicht nur zur juristischen Selbstverteiligung sondern auch zur physischen Selbst- verteidigung.

00:16:43: Wir befinden uns derzeit in einem sehr komplexen Kontext, indem es auch verschiedene Situationen der Verfolgung von feministischen Kollektiven gegeben hat.

00:16:53: Es ist also sehr komplex – aber wir alle müssen auf uns aufpassen und Strategien für unsere Selbstverteidigung entwickeln und weiterhin so viel wie möglich mit den Behörden zusammenarbeiten um das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt strukturell zu verändern.

00:17:27: Das ist es, was wir als Peace Brigades International zu tun versuchen.

00:17:31: Nämlich die MenschenrechtsverteidigerInnen zum Begleiten, die zunehmend gefährdet und verletzlich sind.

00:17:38: Wenn wir aus unserer sozialen Blase herauskommen?

00:17:41: Was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen, die wir als globale Gesellschaft in dieser Frage bewältigen müssen?

00:17:49: Und was müssen wir dagegen

00:17:51: tun?".

00:18:05: Ich denke, dass wir nach und nach einer Deconstruktion von geschlechter Stereotypen arbeiten.

00:18:11: Ich denke, dass es derzeit sehr wichtig ist an einer Frage der Männlichkeit zu arbeiten, die zum Beispiel in Mexiko sehr wenig thematisiert wurde.

00:18:21: Aber etwas Grundlegendes für Gesellschaften ist um die Stereotypen zu dekonstruieren, die gegen Frauen gemacht werden und die am Ende zur diskriminierenden Handlung

00:18:32: führen.".

00:18:34: Und ich denke, dass die Positionierung dieser strukturellen Reform das sichtbar machen der verschiedenen Dinge, die geändert werden müssen damit sich die Dinge ändern ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist.

00:18:48: Aber ich möchte diesen Kommentar auf die Frage konzentrieren nicht nur die Institutionen weiter zu stärken sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene die Dekonstruktion von Stereotypen Was uns letztendlich helfen wird, unser Denken zu ändern und Menschen mit einer Perspektive der Gleichheit zu sein.

00:19:23: Einschlüssel also ist die Bildung.

00:19:25: Das heißt, die Investitionen von mehr Mitteln in die Bildungen und auch in die psychische Gesundheit.

00:19:33: Ja ich denke das es ein sehr wichtiges Thema dass uns die Pandemie gelehrt hat.

00:19:45: Eine letzte Frage.

00:19:47: Historisch und aktuell ist die Beteiligung von Frauen an sozialen Kämpfen für Klima- und soziale Gerechtigkeit ein entscheidender Faktor für den Erfolg?

00:19:57: Was muss deiner Meinung nach beachtet werden, damit diese Präsenz nicht in Vergessenheit gerät oder zu Nebensache wird wenn die Ziele der Kämpfe erreicht sind?

00:20:08: Wir haben es im Nicaragua gesehen.

00:20:10: Wir sehen das jetzt im Iran – Die Kämpfer der Frauen und davor in Tunesien….

00:20:14: nun!

00:20:15: Es gab viele Frauenbewegungen, die aufeinander folgen.

00:20:36: In den sozialen Kämpfen spielen die Frauen eine sehr wichtige Rolle, denn wir machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.

00:20:45: Wir müssen also die Veränderungen herbeiführen, die wir in der Welt sehen

00:20:49: wollen."

00:20:50: nämlich in Frieden leben, in einer Welt, in der wir auch saubere Luft atmen, saubre natürliche Ressourcen haben und in Harmonie mit der Umwelt leben können.

00:21:02: Ich denke, dass dies eine Perspektive ist zu der auch die feministische Bewegung aus verschiedenen Bereichen viel beigetragen hat und ich denke das wir bereits in einem Punkt angelangt sind an dem es kein Zurück mehr gibt.

00:21:17: An den Frauen diese Machtbereiche nicht mehr aufgeben werden.

00:21:21: An denen wir weiterhin die Welt aufbauen wollen, die wir wollen und zwar für jede Form von Politik Gesetze und Veränderungen.

00:21:31: Es ist sehr wichtig, dass wir die Themen auch weiterhin aus der Geschlechterperspektive betrachten.

00:21:37: Denn oft wird angenommen das es schön und gut ist sich mit dem Thema Klimagerechtigkeit zu befassen aber wenn wir nicht auch die geschlechtsspezifischen Auswirkungen berücksichtigen werden wir nicht in erlage sein das thema umfassend für alle Menschen zu verändern.

00:21:54: Wir dürfen also nicht vergessen, dass wir die geschlechter Perspektive und die Intersektionalität analysieren müssen um keine Ungleichheit in diesem Wandel den wir in der Welt vollziehen wollen zu erzeugen.

00:22:28: Und was tust du persönlich, welche kreativen Ressourcen hast Du um deine Batterien aufzuladen und weiter zu kämpfen?

00:22:48: Aber

00:22:49: wir haben es geschafft, unsere Verteidigungsstrategien mit der Kunst zu verbinden.

00:22:53: Mit den Künstlern zusammenzuarbeiten um unsere Frustration und unseren Schmerz in etwas umzuwandeln das der Welt zeigt dass wir hier sind und die Dinge ändern wollen und das uns auch hilft dies auf eine glückliche Art zu tun.

00:23:11: Ich war einmal auf einer Konferenz, auf der eine der Teilnehmerinnen sagte sie wollte nicht mehr aus der Perspektive des Schmerzes arbeiten sondern aus der Perespektive der Freude.

00:23:22: Und so versuchen wir ein Weg zu finden den Kampf von der Perspective der freude fortzusetzen sodass es für uns kein schmerzhafter Prozess mehr ist.

00:23:40: Vielen Dank.

00:23:41: Gibt es ein Song, den wir für dich im Radio spielen sollen?

00:23:52: Ein

00:23:52: Lied wäre das Lied von... ich weiß nicht was es sein könnte!

00:23:57: Es gibt so viele Lieder.

00:23:58: Ich denke ist es ein sehr starkes Lied Nämlich das Liet Silvia Matan de Sivana Estrada.

00:24:13: Weitere Infos findest du unter pbi-deutschland.de.

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